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Von Raum+ zum Flächenmanagement

Eine laufend nachgeführte Übersicht über die vorhandenen Siedlungsflächenreserven ist die Voraussetzung für ein aktives Flächenmanagement. Darauf aufbauend lassen sich fundierte Strategien erarbeiten und flächenpolitische Ziele definieren. Ein umfassendes Flächenmanagement ist als zyklischer Prozess und als Daueraufgabe zu verstehen, um der Innenentwicklung zum Durchbruch zu verhelfen. Der Flächenmanagementprozess selbst lässt sich in nachfolgende sechs grundlegende Bestandteile gliedern und erfordert eine geeignete organisatorische Einbettung:

Komponeneten Flächenmanagement

1: Grundsatzbeschluss

Voraussetzungen sind die Bereitschaft und der verbindliche Beschluss der politischen Entscheidungsträger für die Einführung eines Flächenmanagements. Dies gibt Planungssicherheit für die Verwaltung, um die einzelnen Komponenten aufzubauen und zu betreiben.





2: Übersicht

Eine vorwegnehmende Koordination der raumwirksamen Tätigkeiten für die Siedlungsentwicklung kann nur erfüllt werden, wenn eine aktuelle Gesamtschau der zur Verfügung stehenden Flächenpotenziale vorhanden ist. Die Erstellung einer problemorientierten Flächenübersicht sollte neben quantitativen auch räumliche und qualitative Angaben zu den einzelnen Flächen beinhalten. Erst diese Angaben ermöglichen die zeitliche Verfügbarkeit der einzelnen Flächen abzuschätzen, um so wichtige Erkenntnisse für eine aktive Auseinandersetzung mit der zukünftigen räumlichen Entwicklung zu gewinnen.

3: Lagebeurteilung

Die anschliessend vorzunehmende Lagebeurteilung enthält eine systematische Auswertung und geeignete Darstellung der erhobenen Flächenübersicht. Dazu ist ergänzend eine Erkundung und Zusammenstellung der weiteren raumbedeutsamen Aktivitäten, Planungen und Konflikte notwendig. Durch diese integrierte Übersicht lassen sich Themen und Räume mit besonderem Handlungsbedarf identifizieren und entsprechende Schwerpunkte bilden.

4: Räumliche Entwicklungsstrategie

Darauf aufbauend kann eine räumliche Entwicklungsstrategie als Richtschnur für die verschiedenen Massnahmen und Fachplanungen erarbeitet werden. Bei der Ausgestaltung dieser Strategien zur weiteren Siedlungsentwicklung sind selbstverständlich alle anderen raumrelevanten Aktivitäten, Planungen und Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.


5: Massnahmen

Für die Umsetzung der Strategie werden massgeschneiderte Massnahmen benötigt, insbesondere auch zur Mobilisierung der bestehenden Flächenpotenziale. Die Massnahmen bestehen zweckmässigerweise aus einem System von Anreizen und Sanktionen. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf den Einsatz informeller Verfahren und Instrumente zu richten, um die Siedlungsentwicklung nach innen zu fördern.

6: Monitoring und Controlling

Um zu überprüfen, ob und wie sich die getroffenen Massnahmen auswirken und ob Anpassungen oder weitergehende Massnahmen notwendig sind, ist die Einführung eines Monitorings und Controllings (Erfolgskontrolle) unerlässlich.



Für Interessierte empfehlen wir die Publikation "Siedlungsflächenmanagement Schweiz"